Das Pfeifen des Hohlbeinmantelgeschosses neben dem Ohr
Oh, ich habe unerwartet einen dritten Platz belegt. Welch Freude. Und dann auch noch der Dritte, das ist deutlich besser als der Erste, denn dort hätte ich ein vom Autor selbst gelesenes Hohlbein Hörbuch gewinnen müssen. Na, ist ja nochmal gut gegangen.
Danke an Herrn Lott für den erheiternden Wettbewerb
Überbleibsel
Der Regen schimmert grau,
die Nacht ist ganz verbogen.
Das bleibt. Du bist im Morgentau
ins Irgendwo, ins Ungenau
unbekannt verzogen.
Jazz
Bei Jazz muss ich immer weinen. Das mag sich vielleicht ganz putzig anhören, aber wenn man sich mal vor Augen hält, wie das wirkt, wenn man im Bus sitzt und im MP3-Player plötzlich ein Miles oder Keith loslegt: das kann dann ganz schön peinlich sein. Selbst im Jazzkeller kommt es nicht besonders professionell. Deutsche weinen nicht wenn Jazz läuft. Niemand weint wenn Jazz läuft. Das Frappierende ist, dass ich sogar bei den Stücken weinen muss, die gar nicht traurig oder melancholisch sind. Sobald ein paar Polyrhythmen oder Bluenotes fallen, kullern bei mir die Tränen.
Das ist so demütigend. Neulich zum Beispiel, ich war in der Pizzeria, hab mir gemütlich eine Margherita mit mir selber geteilt und plötzlich stellt dieser Depp von Pizzabäcker das Radio auf HR1, und parallel zur Thelonious Monk Gedächtnissendung hatte ich die Pizza in wenigen Minuten klatschnass geheult, an Essen war nicht mehr zu denken. Die überwiegend italienischen Gäste haben mich erst irritiert angeschaut, und schließlich ist eine dicke, italienische Mama ist zu mir gekommen, hat mir auf die Schulter geklopft und gesagt, das werd schon wieder, und sie kommt bestimmt zurück. Ich hab nur genickt, sprechen konnte ich gerade nicht. Besser wurde es erst, als jemand auf die Idee kam, wenigstens mal ne aufmunternde Musik für den „armen Ragazzo“ aufzulegen.
Ein Freund hat mich gefragt: „Warum? Was hast du für´n Problem mit Jazz?“ Ich sagte: „Ich habe kein Problem mit Jazz. Ich liebe die Musik. Ich muss trotzdem weinen. Das ist ne rein körperliche Reaktion. Das hat überhaupt nichts Emotionales, das ist völlig ruhig, entspannt, ja, rational sozusagen schnürt sich mir die Brust zusammen, bekomme ich keine Luft mehr, verschwimmt mir alles vor den Augen, fängt die Nase an zu laufen… Das ist überhaupt nicht – gefühlsbedingt. Ist ´ne rein körperliche Sache. So, wie wenn man schwitzt. Genau. Wie wenn man schwitzt, so wie man beim Schwitzen eben auch ein bisschen in sich zusammensackt, ein bisschen zuviel rotzt und dann… einfach schluchzt.“
Dass es wirklich Zeit wurde etwas zu tun hab ich dann gemerkt, als ich damit anfing die Tapete nass zu heulen wenn ich nur an Jazz dachte. Erst hatte ich ja überlegte, mir die Tränendrüsen veröden zu lassen, aber mein Arzt fragte mich, ob ich das Problem nicht lieber etwas grundsätzlicher angehen wolle. „Die Ohren auch?“ Er meinte nur, ich solle versuchen der Ursache meiner emotionalen Beeinträchtigung auf den Grund zu gehen, und alles mal gründlich analysieren.
Also hab ich mich mal hingesetzt. Zu hause, gemütlich. Ein Gläschen Wein dazu, ein bisschen Musik angemacht… Skip-Taste gedrückt, noch mal, erneut, die CD gewechselt (klar, Best of Jazz)… hab mich langsam wieder gefangen und nachgedacht. Ohne Musik dann. Irgendwann rief mich ein guter Freund an und fragte, was ich so mache… nachdenken… er war es auch, der mich wieder davon abbrachte, dass der Dalai Lama sich mit den Illuminaten und Herbie Hancock gegen mich verschworen hätte. Ich denke, er hat mir in dem Gespräch ein bisschen die Augen geöffnet, ich war überrascht, aber er meinte, dass es gar nicht an der Musik liege. Dass Jazz ursächlich gar keine Schuld an meinem Zustand habe.
Und wie das mit den wirklich guten Freunden so ist: meistens haben sie Recht. Ich habe den Jazz da wohl völlig zu Unrecht mit etwas verknüpft, mit dem er gar nichts zu tun hat. Aber wer kann’s mir verdenken. Hatte mich, als das losging, schließlich gefühlt wie der Gelegenheitsjazzer, der das Stück seines Lebens hört und während es ihm die Seele schmilzt, versteht er, dass er selbst niemals im Leben ein solches Stück schreiben oder auch nur wird spielen können. Er wird dieses Stück nie begreifen können, sei es, weil er´s nicht kann, vielleicht aber auch nur, weil es nicht seins ist. – Na ja. Beruhige dich, sage ich mir, mach dir nicht so viele Gedanken. Take it easy, und Jazz ist nur Musik wie andere auch. Und was soll ich sagen. Ich weine jetzt auch bei Metal.
Der sechste Beatle
„Mit Musik ist das ja so eine Sache“, sagt der sechste Beatle. „Wir sind ja alle ziemlich optisch fixiert, aber Musik umgeht das, geht direkt in die Seele. Deswegen verknüpft man so viel mit Musik, deswegen kann man gar nicht wirklich objektiv darüber reden, ist viel zu individuell.“ Er kratzt sich an der Nase und rückt die Nickelbrille wieder zurecht. „Schau mal zum Beispiel die Verbindung von Musik mit Bildern und Emotionen – ein Videoclip beispielsweise. Du wirst hinterher das Lied ganz anders wahrnehmen, dein Herz wird sofort aufgehen, wenn du es später wieder hörst, denn die Melodie zerrt deine Emotionen, die du mit den Bildern verknüpft hast, unbewusst, zumindest unaufgefordert wieder ans Licht. Du wirst manipuliert“, fügt er mit einem Stirnrunzeln hinzu. „Gefühle, Stimmungen, Emotionen…“
Er schweigt und ich schiebe ihm noch ein lauwarmes Bier zu, während über uns ein altersschwacher Deckenventilator die stickige Luft über der Bar mit den Schnulzen aus dem Radio verquirlt. Es war nicht leicht den sechsten Beatle zu finden. Kurz nach der Trennung der Band tauchte er unter. Allein das herauszufinden war nicht einfach, denn über den sechsten Beatle sprach man damals nicht. Schließlich stolperte ich im Internet über übellaunige und offensichtlich im Suff geschriebene Kommentare in Beatles-Foren, fand auf Youtube eine mittelmäßige Soloaufnahme von ‚Bésame Mucho’ und die Spur wurde heiß. Und jetzt sitze ich in einer miesen Bar in Guayaquil und höre mich fragen, was er denn sonst so macht. Er hat mir schon beim ‚buenas tardes’ Gewalt angedroht für den Fall, dass ich Johnpaulgeorgeringo auch nur erwähne. Oder einen der fünften Beatles. Vielleicht spricht er wenigstens ja über sich. Und mir fällt nichts Subtileres ein.
„Ich schreibe ein Enthüllungsbuch über die als solche unerkannten Stilelemente indischer Folklore in der amerikanischen Popmusik der fünfziger Jahre. Die ist da überall drin. Die Amis haben geklaut wie die Raben“, sagt er, während er am Bier nippt und sich eine konische Zigarette ansteckt. Der Aschenbecher ist voll von denen, die er schon geraucht hat. Dann schaut er mich an und lacht, als hätte er soeben einen klasse Witz gemacht – und ich ihn nicht verstanden. Ich habe keine Ahnung was er mir eigentlich sagen will. „Geht es um die Lebensfreude in der Musik?“, frage ich etwas hilflos, und mich selbst frage ich, ob die scheinbar seit Liverpooler Zeiten gehegte Hoffnung, einmal die Welt zu verbessern, sein persönlicher Zynismusersatz ist und außerdem, wie viel er schon getrunken hat. „Genau.“, sagte er und starrt in sein Bier. „Um die Lebensfreude.“
Unser Gespräch steht auf der Kippe, doch plötzlich hebt er den Kopf. „Wusstest Du, dass sich die neuen Generationen für uns begeistern? Die haben einen Riesenvorteil. Es gibt zwar keine neuen Stücke, aber es passiert auch nichts Unerwartetes mehr. Wir sind der Zeit total entrückt, jeder von ihnen hat eine Vorstellung im Kopf und ein Gefühl im Herz, wenn er an uns denkt, wenn er unsere Lieder hört. Die waren nichtmal geboren, als wir auf der Bühne standen, aber im Gegensatz zu ihren Eltern mussten sie die hässlichen Seiten der Sechziger auch nie sehen und können sich ganz auf das Schöne der Musik, des Flairs, des Spirits konzentrieren. Toll, oder?“ Ich bin mir nicht sicher, ob sein verklärter Blick nur den Zigaretten zuzuschreiben ist, er schwebt scheinbar gerade selbst in einer entrückten Vergangenheit.
Doch dann passiert es: Canal Uno wechselt das Programm und spielt englische Oldies. Es braucht nur wenige Takte von ‚She´s got a ticket to ride’ und er ist aufgesprungen, der Barhocker zu Boden gestürzt und der sechste Beatle verlässt die Bar so fluchtartig, als sei Yoko Ono persönlich hinter ihm her. Als ich selbst die Straße erreiche, ist er bereits verschwunden.
Ich lächle schwach. „Mein persönliches Lieblingslied war ja immer ‚Eleanor Rigby’“, sage ich der Nacht, doch plötzlich verstehe ich, dass es ganz sicher nicht in einer entrückten Vergangenheit spielt, dass es nie wahrer war, als in diesem Moment, und mein Lächeln erfriert.
Lesen! Lesen!
Dieses Mannes Buch gehörte mal zu den Bestsellern, aber für den, der wie ich zu der Zeit, als es geschrieben – und gelesen – und sogar verfilmt – wurde, noch nicht mal als Joghurt im Kühlregal stand, ist es eine Neuentdeckung der besonderen Güte, und ab heute steht das Buch dessen, der Sätze wie: „Sie trägt einen Rock, den kann man nicht beschreiben, denn schon ein einziges Wort wäre zu lang“ zu Papier und Magnetband gebracht hat, auf meiner Bücher-die-ich-demnächst-unbedingt-kaufen-muss-Liste: Reiner Kunze, Die wunderbaren Jahre.
Fragmente integrierter Antonyme
Ein paar hundert Jahre später standen die Toren vor den Türken Wiens und schmähten echauffiert vor sich her. Als ein Dönermann am Donaukanal ein „Geht’s schäißen, Alder, geht´s schäißen all mit’nand“ in den trüben Winternachmittag krakeelte, verlagerte sich die Integrationspolitikdiskussion aufs Klischee. Fern im Süden glühte ein Alp.
Hören! Lesen!
In Sachen Mann im Mond – köstlich! Wenn ich eine Blogroll hätte, würde ich Jan-Uwe Fitz ganz oben drauf setzen. Habe leider keine. Schade.
Morgens ist es auch nicht besser
Der Radiowecker gröhlt. Erneut beginnt der Tag mit der in Fleisch und Blut übergegangenen Erkenntnis, dass mieserable Lautsprecher niemals in Plastikgehäuse hätten verbaut werden dürfen, dass die Lebensqualität von Millionen allein durch diesen Fauxpas, und weil sie ein paar Euro beim Kauf sparen wollten so schwer leidet wie im selben Moment durch die blechern herausgeschepperte Radioscheiße selbst. Die Augen aufschlagen ist ein Reflex, ein neuer Scheißmorgen hat mich, aber der Lärm ist heute schlimmer als sonst. Was zur Hölle ist das? Death-Metal? Im Radio? Wie besoffen war ich gestern und welchen verdammten Sender habe ich eingestellt?
Ich wanke aus dem Bett und falle mehr als dass ich mich auf den Wecker stürze (den ich irgenwann mal in weiser Voraussicht auf der Kommode auf der anderen Seite des Zimmers platziert habe). Ein durch die beinahe geschlossene Gardine fallender Sonnenstrahl trifft mich und aus irgendeinem Grund, der halb im Traum liegt und mit irgendwelchen Engeln zu tun hat, stelle ich den Wecker nicht aus sondern auf eine erträgliche Lautstärke ein, und was noch wichtiger ist, falle nicht direkt zurück ins Bett. Stehe eher wie ein Zombie im Raum, mich langsam von einer Seite zur anderen drehend, die Augen huschen auf der Suche nach einem klaren Gedanken über die vertrauten Dinge. Mein Kopf ist verkantet und mein Atem kann wahrscheinlich töten. Unter der Woche saufen ist nicht gut.
Eine knappe Dreiviertelstunde später bin ich zumindest äußerlich restauriert, habe geduscht, Zähne geputzt, ein Minimüsli heruntergewürgt (wieder in der falschen Reihenfolge), verschiedene Deos und Aftershaves angezogen und Klamotten aufgelegt. Ein fast echter Mensch, ein absolut unauffälliger Büromensch ist aus mir geworden, dessen größte Sorge darin besteht, dass das Mundwasser die Fahne nicht ausreichend überdecken könnte. So begebe ich mich auf den Weg. Weit werde ich nicht kommen.
Schon im Treppenhaus erwartet mich die Haushälterin, ein seltener Anblick, aber so verwahrlost hatte ich den Haudrachen nicht in Erinnerung. War mir auch nicht bewusst, dass sie im Morgenmantel und eine Axt hinter sich herschleifend durch die Flure patrouilliert. Muss eine Täuschung sein, wer den Morgen restbesoffen und unverhofft mit akustischem Schwermetall beginnt, kann sich schon mal irren, wenn es darum geht, was da gerade durch den äußeren Blickwinkel hinter einer Ecke verschwunden ist. Ich verzichte weise auf Nachforschung, als neben mir die Wand birst.
Dass unsere Wände aus besserem Pappmaché bestehen ist eine Erkenntnis die mich nicht lange von der Erscheinung des Nachbarn ablenkt, der im neu entstandenen Durchbruch sein Mountainbike schwingt. Zweifellos ein Karbonrahmen, langsam nur sickert die Erkenntnis in mein Bewusstsein, dass die mantel- und schlauchlosen Felgen rot verschmiert sind. Er selbst erweckt auch nicht den Anschein friedliebende Absichten zu hegen und stolpert blutunterlaufenen Auges röhrend auf mich zu. Das sich im Loch in der Wand verkantende Fahrrad verschafft mir einen Moment Zeit mir darüber klar zu werden, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Ich verzichte wiederum auf weitere Erkundung und haste ins Treppenhaus, schließlich muss ich den Bus kriegen und was die Idioten hier veranstalten ist ihre Sache. Und außerdem glaube ich das alles nicht. Ich weigere mich. Und siehe da, die Straßenszene erwartet mich gewohnt ruhig. Wie immer schleichen die Arbeitnehmerzombies von links nach rechts und von rechts nach links, hektisch, ruckartig, aber unauffällig. Habe ich gestern wirklich nur gesoffen, oder hat mir jemand was ins Glas geschmissen, frage ich mich als sich einer mit hübschem Kashmeremantel umdreht, die Zähne fletscht und auf mich zustürzt. Die Antwort bleibt offen während ich seinem Aktenkoffer einen Tritt verpasse, der ihn aufwärts in die Kauleiste seines Trägers befördert. Die fliegenden Zähne habe ich mir sicher nur eingebildet.
Denke ich als mich etwas herumreißt. Es ist ein Polizist, seiner Uniform nach zu urteilen, aber ansonsten sieht er eher Eddi (dem Iron Maiden Maskottchen) ähnlich. Ich überwinde meinen Ekel und ramme ihm Zeige- und Mittelfinger in die ohnehin schon losen Augen bevor ich mich aus seinem Griff winden kann. Ein Blick in die Runde und eines ist klar – ich bin ziemlich allein unter diesen Kerlen. Langsam aber beharrlich schließen sie den Kreis um mich, Nadelstreifen und Ischen, Schnäppchenmuttis und Sachbearbeiter, und weiter hinten streift der Dönermann das Fleisch vom Spieß um sich mit letzterem über die Theke ebenfalls auf den Weg zu mir zu machen, während auch Bullen-Eddi wieder auf die Beine kommt.
Es ist soweit. Die Zivilisation geht unter und ich stehe im Auge des Sturms. Das setzt ungeahnte Kräfte frei. Ich öffne mein Herrenumhängetäschchen, versuche meinen Bewegungen etwas Pathetisches zu geben als ich den Knirps herausnehme und die Schutzkappe am oberen Ende abschraube. Ich schnippe sie einer dicken Frau gegen den Kopf und ramme die Spitze des Schirmchens einem Lederjackenträger ins Auge. Ich lasse ihn da stecken während ich die Cap des Hiphopidioten daneben mit dem Schirm nach vorne ausrichte indem ich den ganzen Kopf drehe. Bevor ich mein Schirmchen wieder an mich nehme und ein paar Kehlköpfe pierce, trete ich mit meinen Loafers einem Typen, der wie ein Steuerfachangestellter aussieht, die Brille in die Augenhöhlen und beiße einem Rentner in die Aorta.
Als mein Knirps längst zerfetzt, der Dönerspieß im Dönermann und das Blatt der benzinlosen Kettensäge verbogen ist, kämpfe ich mit dem Umhängetäschchen weiter. Es klappt besser als gedacht, als ich einen reißenden Schmerz in der Wade spüre – ein Teenager hat sich darin verbissen. Jetzt haben sie mich, denke ich bitter, als ich seinen Biss per Fersentritt durch Entfernen des Unterkiefers löse. Jedes Kind weiß, dass ein Gebissener selbst zum Zombie mutiert. Absurderweise verspüre ich Lust auf eine Zigarette. Dann breche ich zusammen.
Als ich die Augen öffne liege ich auf dem Bürgersteig. Mein Herrenumhängetäschchen liegt neben mir, der Schirm fehlt. Ich richte mich auf und schüttle benommen den Kopf. Was ist passiert? Wurde ich überfallen? Ich bin nicht allein, ein paar von den Vorbeikommenden nicken mir aufmunternd zu. Hm. Naja. Was solls, hilft ja nichts. Dann mache ich mich wohl auf ins Büro, bin sicher schon spät. Einen neuen Schirm kann ich mir jederzeit kaufen, dafür lohnt eine Anzeige nun sicher nicht. Ich rapple mich auf und gehe, zum ersten Mal seit langem seltsam zufrieden, und im Einklang mit mir und der Welt.
Gedichte Celans
Wie soll man sich bloß einem Gedicht von Celan nähern?
fragt der dem Verzagen bereits nahe Literat stumm
Der rohe Pragmat fragt nur: – warum?
