Mensch und Fisch

19. März 2007 at 22:07 (Spezifisch)

Was Mensch und Fisch gemeinsam haben:
Keiner möchte gerne ausgenommen werden.

Was sie noch gemeinsam haben:
Nichts, außer dass sie nach einiger Zeit ohne Wasser anfangen zu stinken.

Es ließen sich ziemlich viele Vergleich zwischen Mensch und Fisch anstellen, aber immer würde der Mensch mit Eigenschaften des Fisches assoziiert, nie umgekehrt. Aalglatt, geködert, am Haken und stumm könnte er sein, der Mensch. Nur tot würde er mit dem Strom schwimmen, vom Kopf her stinken, wie der Fisch.

Was aber ist mit den Fischen? Wer schreibt ihnen menschliche Attribute zu? Wie wäre es mit „glitzernd wie ein Auge in der Sonne“, „räuberisch wie ein Regenwaldholzfäller“, „flink wie ein Sprinter“ und natürlich „schwärmerisch“?

Wahrscheinlich interessieren sich einfach nicht genug Menschen so richtig für die Fische (und umgekehrt). Hauptsache sie schmecken (die Fische) und sind nicht verdorbener als Surströmming.

Aber halt, da gibt es doch noch etwas das Mensch und Fisch gemeinsam haben. Sie können ins Netz gehen. Herzlich willkommen.

Permalink 2 Kommentare

Süchtig wider Willen

19. März 2007 at 15:44 (Unspezifisch)

Ich kann nicht davon lassen, kann es nur hassen. Tag für Tag, jeden Tag, mehrmals am Tag, einmal nicht so gut wie nie, es ist nervig, es stört, es ist langweilig und es kostet Zeit, kostet Geld. Es stört mich bei der Arbeit. Es stört mich auch, wenn ich nicht arbeite. Ich hasse diese ungewollten Unterbrechungen. Wer es erfand hatte keine Ahnung vom angenehmen Leben. Und dann erst dieser Aufwand alle drei Tage einkaufen gehen zu müssen, nur damit man was zu essen hat. Schrecklich.

Permalink Kommentar verfassen

Ansonsten war nicht viel

19. März 2007 at 1:22 (Spezifisch, Unspezifisch)

Mir ist so weh zumute
Am Wetter liegt es nicht
Mir ist als ob ich blute
Doch meine Haut ist dicht.

Ich mag die Nachtgewächse
Erneut des Tages Ziel
Ich schrieb vier schlechte Texte
Ansonsten war nicht viel.

Permalink Kommentar verfassen

Das Mädchen mit den unglaublichen Augen

18. März 2007 at 15:44 (Unspezifisch)

Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, was ich gesagt hatte: was immer es war, sie riss die Augen auf, nicht entsetzt, eher ungläubig belustigt. Eine an sich schon ungewöhnliche Reaktion. Aber auch an diesen Gedanken erinnere ich mich kaum noch. Sie saß weniger als eine Armlänge von mir entfernt und ich sah jetzt zum ersten Mal bewusst ihre Augen, diese unglaublichen Augen, in einer Farbe von hellem blaugraugrün und mit einer Leuchtkraft, die kein noch so toll geschliffener Saphir so lebendig haben könnte. Werde ich kitschig? Sicher. Aber das sind Vergleiche, an die ich damals nicht dachte. In dieser unerwarteten, überraschenden und überwältigenden Sekunde schossen mir nur die Worte „Du hast die unglaublichsten Augen, die ich je gesehen habe“ in den Sinn, und ich dachte es so laut, dass mir der Schädel dröhnte, so laut, dass ich es fast laut gesagt hätte. Allein – ich sagte es nicht. Warum, das weiß ich nicht, der laute Gedanke knallte von hinten an meine Schneidezähne und ich kann mich nur daran erinnern, dass ich in einem blödsinnigen Reflex die Zähne zusammenbiss um es nicht auszusprechen. Ich ärgerte mich schon nach zwei Sekunden darüber, doch da war es bereits zu spät. Es gibt Momente und Gelegenheiten, die sind singulär und unwiederbringlich, egal was passiert. Ich ärgere mich bis heute, dass ich die Urheberin des Augenblicks nicht daran teilhaben ließ. Ich hätte es ihr gern gesagt.

Permalink Kommentar verfassen

Ui ui ui

18. März 2007 at 13:30 (Unspezifisch)

Schon fünf Tage nix mehr geschrieben? Man könnte meinen, ich hätte was Sinnvolles zu tun gehabt! Den Spruch „get a life“ gar ernst genommen. Ha. Ich doch nicht.

Hier ist jedenfalls ein 3D-Bildchen für Leute mit zwei gesunden Augen, die ein bisschen schielen wollen.

Dualview_Ibanez

Wie es geht? Bild in Originalgröße laden, dann einen Daumen ca. 5 cm vor die eigene Nase halten, fixieren, Daumen weg, und dann von den drei Bildern, die man sieht, das mittlere scharf stellen. Ist Übungssache. Es gab doch mal diese Fahrräder, bei denen der Lenker so konstruiert war, dass man, wenn man nach links gelenkt hat, nach rechts fuhr und umgekehrt. So ähnlich ist das mit dem Fokussieren. Irgendwie verkehrt herum.

Wer es schafft, kann sich meine Gitarre in 3D ansehen, alle anderen haben 2x 2D, was auch nicht so schlecht ist, auch wenn es nicht 4D ergibt. Wer keine Gitarren mag, findet hier noch mehr stereoskopische Raumbilder.

Ach ja, hier noch der Häh-wasn-das-Link.

Permalink Kommentar verfassen

Lese, wenns zum Schreiben nicht reicht.

13. März 2007 at 21:33 (Unspezifisch)

Permalink 1 Kommentar

Tee

13. März 2007 at 16:09 (Lieblinge, Spezifisch)

„Tee.“ – „Tee?“ – „Tee!“ – „Tut mir leid.“ – „Warum nicht? Gibt es denn auf diesem U-Boot nicht mal Tee?” – „Das ist gar kein U-Boot.“ – „Nein?“ – „Es ist ein Straßencafé Monsieur.“ Es nervt mich wie diese Aushilfskellnerin das ‚Monsieur’ hinwirft, als wären wir in Frankreich, außerdem hat sie den U-Boot-Witz nicht verstanden. Freiburg ist nicht Frankreich. Und ihr Akzent gefällt mir auch nicht. „Kommen sie aus Frankreich?“, frage ich und versuche meiner Stimme einen Unterton zwischen väterlicher Nachsicht und leichter Gereiztheit zu geben. Das habe ich jahrelang geübt. „Nein. Meine Eltern kommen aus Marokko. Möchten sie stattdessen vielleicht einen Kaffee?“ – „Sie sprechen aber sehr gut deutsch. Was machen sie denn in Deutschland, wenn man fragen darf?“ – „Ich bin Deutsche. Möchten sie nun einen Kaffee?“ – „Das wusste ich ja nicht“, sage ich etwas indigniert. „Studieren sie?“ – „Entschuldigen sie bitte.“

Sie lässt mich einfach sitzen und geht an den Nachbartisch, zu einem Student, bestimmt ihr Liebhaber oder so. Ich interessiere mich nicht für so halbe Kinder wie sie, sie könnte ja meine Tochter sein. Aber ein bisschen mehr Rücksicht darf man wohl verlangen. Außerdem hat sie immer noch nicht meine Bestellung aufgenommen und ich habe auch nicht den ganzen Tag Zeit, ein paar Kunden erwarten mich zur Wohnungsbesichtigung. Wahrscheinlich wieder naive Erstsemester in Begleitung ihrer Eltern. Solche, die jeden Preis bezahlen… „Was für Kaffee haben sie denn?“, unterbreche ich ihren Flirt mit dem jungen Mann, den ich von meinem Platz aus nicht sehen kann, weil ihr hübscher Rücken ihn verdeckt. Sie dreht sich zu mir um. „Kaffe, klein, groß, Café-au-Lait, Café Latte, und verschiedene Flavours, steht alles auf der Karte hier“, und sie tippt auf das laminierte Blatt im A3-Format vor mir auf dem Tisch. Ich nicke, schaue kurz auf die Karte und dann rufe ich ihr hinterher, denn sie ist schon am Gehen, „Hallo“, rufe ich, „da steht aber Tee!“ – „Tee ist aus“, ruft sie über ihre Schulter zurück und geht hinter den Tresen. Ein Pärchen drei Tische weiter blickt auf, wahrscheinlich haben die beiden nichts über das sie reden könnten und interessieren sich jetzt für anderer Leute Angelegenheiten. Ich ignoriere sie und rufe „Ist im Baileys-Aroma auch Alkohol drin oder heißt das nur so?“. Sie tut so als hätte sie mich nicht gehört und hantiert mit der Espressomaschine.

Wahrscheinlich studiert sie hier in Freiburg. Jobbt jetzt in den Semesterferien. Die würde nie zu meinen Kunden gehören. Jedenfalls nicht, solange sie noch keine Kinder hat. Erst studieren, Biologie, Philosophie oder so was, große Pläne haben und dann zack! Heiraten, Kinder, Hausfrau. Ist ja auch einfacher dann, nicht wahr. Ich staune nur immer, wie sehr sich die Menschen dabei verändern. „Von wo in Marokko kommen sie denn?“, rufe ich. Das Studentenpärchen dreht neugierig die Köpfe zur Aushilfskellnerin, und sie müssen sich ganz schön verrenken, denn sie sitzen am Tisch genau vorm Tresen. Eine Antwort bekomme ich immer noch nicht, aber als sie kurz darauf wieder hinter dem Tresen hervorkommt und in Richtung meines Tisches geht, klingelt mein Handy. „Ich hatte noch einen Termin“, beruhige ich die unsicher klingende Frau am anderen Ende der Leitung, während das Mädchen an meinem Tisch vorbeigeht. „Bin in zehn Minuten da“, sage ich, lege auf und verlasse das Café in dem es noch nicht einmal Tee gibt.

Permalink Kommentar verfassen

Komplizierte Fragen

12. März 2007 at 16:02 (Unspezifisch)

Angenommen, ich habe ein Auto mit Ski-Dachgepäckträger (keinen Plastiksarg sondern einen von der Sorte bei der die Skier draufgeklemmt werden). Weiterhin angenommen ich befestige ein Paar Carving Ski und auf den Ski jemanden mit Skischuhen, Bindungen „hart“. Ist es wohl denkbar, dass a) die Bindungen oder b) der Bügel vom Gepäckträger bei einer gewissen Geschwindigkeit x auf der Autobahn aufgehen?

Nur so ein Gedanke.

Permalink Kommentar verfassen

Gute Laune

12. März 2007 at 14:17 (Unspezifisch)

Yop! Die Sonne scheint, der Frühling torkelt durch die Gegend und ich habe zum ersten Mal seit ca. zwei Wochen wieder richtig gute Laune. Grund genug, das in die echolosen Weiten des virtuellen Raumes sinnfrei hinaus zu rufen!

Permalink Kommentar verfassen

Diminuitivchen

11. März 2007 at 5:08 (Spezifisch)

Du Häschen im Häuschen im Wäldchen vernimm
Ich werde dir deinen Diminuitiv rauben

So sprach er zum Häschen und das fand es schlimm
An so einen Blödsinn im Ernste zu glauben

Der Hase im Hause im Walde verlor
Nicht nur seine Chens sondern auch den Humor.

Permalink Kommentar verfassen

« Previous page · Next page »