Bambrezel

10. April 2007 at 8:38 (Unspezifisch)

Eben an der Supermarktbäckereitheke. Der Kunde nach mir verlangt einen Bamberger und eine Anisbrezel. Dass Bamberger „Bambercher“ gesprochen wird, ganz abgesehen von der Frage, was das sein soll (für Ausländer wie mich: so ´ne Art Hörnchen), also abgesehen davon spricht der Mann das Anis nicht aus wie „Anís“, also auf dem i betont, sondern „Ánis“, auf dem a. Als mir der Gedanke kam, darüber nachzudenken, versuchte ich ganz schnell, ihn zu verdrängen, soch es war schon zu spät. ‚Anusbrezel‘. Das wäre ja noch nicht so schlimm gewesen. Richtig schlimm wurde es, als ich mir – wieder unwillentlich – vorzustellen versuchte, was das ist. Habe schnell mein Wechselgeld eingesteckt und mich hinter das nächste Müsliregal verdrückt, damit keiner mein krampfhaft unterdrücktes, schwachsinnig-sinnloses Grinsen sieht.

Genau solche Sachen passieren, wenn man gerade 24 Stunden an einem mehr oder minder wissenschaftlichen Text geschrieben hat, genau sowas.

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3 Kommentare

  1. Scheibster said,

    Sehr schön, sehr schön. Gibt’s von dieser besonderen Brezel noch ein Bild? .-)

  2. 500beine said,

    hier im bergischen nennen
    wir so was schlicht pobrot.
    oder knüppel.
    „einen knüppel, geschnitten“
    in der bäckerei zu bestellen macht laune.

  3. gnaur said,

    Themenwechsel. Hier wird ab sofort nur noch über Gänseblümchen geschireben. Und zwar über ihr Sozialverhalten.

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