(n)

20. April 2007 at 20:46 (Lieblinge, Spezifisch)

Ich habe am Dienstag von Petra ein geklammertes n geschenkt bekommen. Eigentlich dachte ich, dass so ein n ja nicht nach viel aussieht, umso erstaunter war ich, als ich es mal von oben betrachtete, um 90 Grad drehte und auseinanderfaltete. Im Schutze seiner Klammern hatte der kleine Buchstabe nämlich einiges an traurigen Gedanken angesammelt. Ohne den Kleinen gefragt zu haben, breite ich sie hier nun aus. (Wäre er ein geklammertes c gewesen, hätte ich mir das noch mal überlegt…)

(n)

Nebelschwaden ziehen leise
Nieselregen tropft im Wald
Nicht die Reute, nicht die Schneise
Nichts bleibt trocken, es ist kalt.

Neumond deckt das Land in Finster
Nacht und Schatten sind verhängt
Noch blüht nicht der gelbe Ginster
Nur die nasse Kälte drängt.

Nochmals suche ich im Schatten
Nach dem rechten Weg, doch bald
Nähert auch mir sich ein Ermatten
Nichts bleibt trocken, es ist kalt.

Nirgends wird mein Schritt mich führen
Nebel, hast du mich gelenkt?
Nimmer will ich mich mehr spüren
Nur die nasse Kälte drängt.

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2 Kommentare

  1. Petra said,

    Wisely used.

  2. GreenStorm said,

    wenn ich in der Schule jemals (sofern das in meinem Alter noch vorkommt) wieder ein Gedicht auswendig lernen muss, dann das dort oben. Was man nicht alles aus einem geklammerten n machen kann…

    *THUMBS UP*

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