Moinsen!

3. Mai 2007 at 22:02 (Unspezifisch)

Guten Morgen, jetzt ist Schluß, die tanzlosen Tage sind vorbei. Bin wieder da. Hätte keiner gemerkt. Jungejunge, am Wochenende mal knapp 38 Stunden arbeiten (körperlich) – eine interessante Erfahrung. Unglaublich auch, wie ausgeruht und wie neu geboren man sich anschließend nach 5 Stunden Schlaf fühlen kann. Und die erneute Erkenntnis, dass die heiße Dusche definitiv zu den größten zivilisatorischen Errungenschaften gehört. Vor allem aber die Erfahrung, dass man sich auf Freunde verlassen kann, die einem helfen wenn Not am Mann ist.

Habe beim verschiedentlichen Bloglesen im Laufe des Tages bemerkt, dass manche (erstaunlich viele) Leute Probleme haben, wenn die schöne Anonymität des öffentlichen Tagebuchs sich in Luft auflöst. Wenn man sich statt des abstrakten Textes einen konkreten Menschen dahinter denken kann, und was das dann für letzteren beim Schreiben bedeutet. Oder umgekehrt, dass man die Leute lieber nicht persönlich kennen lernen möchte, um sich nicht den Menschen vorstellen zu müssen. Allerdings finde ich, dass man sich immer einen Menschen vorstellt, auch wenn man ihn nicht kennt, und wenn man auf das persönliche Kennenlernen verzichtet, dann vielleicht nur deshalb, weil man damit in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat. Kann ich nicht widersprechen. Aber anmerken, dass man auch positiv überrascht wird von Zeit zu Zeit. Blogs gibt’s jedenfalls genug um sich ein neues, schönes zu suchen, wenn man bemerkt hat, dass der Blogautor im RL ein Typ ist, den man dann doch nicht leiden kann.

Umgekehrt: das Schreiben für Leute, die man (nicht) kennt: Mein Blog ist zu jung und zu unbesucht um darunter allzu sehr leiden zu können; immerhin glaube ich, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist: statt Schere im Kopf* fokussiere ich auf meine Texte und Gedichte etc. und lasse das Tagebuchgejammer auf kleiner Flamme. Meine Anonymität ist ja eh nur halbecht, und wenn ich wirklich das Bedürfnis haben sollte, mich öffentlich auszuheulen, dann suche ich mir einen vollanonymen Nick oder mache es eben wie bisher: abstrakt.

*) ‚Schere Im Kopf’ ist ein ziemlich kranker Ausdruck. Ich muss mir das immer bildlich vorstellen, wenn ichs höre. Hört sich nach Braindead an, irgendwie. Immerhin versteht es jeder auf Anhieb. Löffel durchstößt beim Suppeessen Hinterkopf.

PS: Danke übrigens für die „Urlaubs“grüße!

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