Austrian Psycho

8. August 2007 at 22:51 (Unspezifisch)

Hm, da gibt man seinen Senf zu einem Thema, und dann vergisst man ganz, die Antwort zu lesen. Zumindest in diesem Fall ein grobes Versäumnis, da hier Die Julia das ausgebreitet hat, was ich für eines der wertvollsten und persönlichsten Dinge halte: einen Traum. Sicher, wenn ich hier von meinen Träumen schreibe (und das tu ich), dann lass ich ebenfalls das weg, was den Psychoanalytiker wirklich erfreuen würde; trotzdem finde ich, dass ein erzählter Traum, zumindest wenn man weiß, dass es ein solcher ist, einen Menschen ziemlich grundsätzlich offenbart. Auch wenn die Bilder sehr abstrakte Metaphern sind, deren Bedeutung nur der wirklich kennt, der den Traum gehabt hat.

Jedenfalls wäre es interessant zu erfahren, woher sie ihren psychopathischen Mörder genommen hat (um ein Beispiel zu geben: in „Batman begins“ gab es par exemple einen anzugtragenden Bösling, der ziemlich handsome war), und weiter, welche Angst dieser Albtraumverfolger bedeutete. Für mich ist Letzteres nicht so spannend, denn das geht mich nix an, Ersteres hingegen wäre schon lustig zu ergründen.

Wie dem auch sei: danke. Ich wünsche weniger Nightmares on Elm Street und stattdessen Gute Nacht.

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2 Kommentare

  1. dieTräumerin said,

    Höchstgeschätzter Herr Gnaur,

    wenn Arbeit im Moment nicht Kopf fressen würde (ich tippe das, pausierend und lang noch nicht fertig, aus dem Büro), würde ich an dieser Stelle einen sehr, sehr langen Kommentar hinterlassen. Weil Träumen etwas so wichtiges und omnipräsentes für mich ist (ich erinnere mich an fast alle, auch an viele meiner Kindheit), und weil ich da teilweise Sachen erlebe, die man im Kino zeigen könnte.

    Der in teuren Zwirn gewandete Schönling aus meinem Traum… ich hab, als ich ihn aufschrieb, ganz bewußt den ersten Teil nicht erzählt, weil der mir zu privat war. Ich allein weiß, was es zu bedeuten hat (bzw. was mein Unterbewußtsein sich da zusammenbastelt), aber das werde ich natürlich nicht verraten. 😉 Jedenfalls, öhm, hatte er im ersten Traumteil eine andere Identität als nachher; es war jemand Vertrauter, der sich als eiskalt und mir nach dem Leben trachtend entpuppte. UND ich hab von dem handsome Übelwollenden schon einmal geträumt (für Neugierige: http://www.diejulia.net/wp/2007/01/04/wenn-der-cortex-randaliert/). Wie so oft in meinen nächtlichen Filmvorführungen ist es ein Gesicht, das ich nicht kenne.

    Ich glaub, ich war jetzt wirr.
    Ich schick es trotzdem los. 🙂

  2. gnaur said,

    Ich finde es beneidenswert, wenn sich jemand so gut an seine Träume erinnern kann. (Es wird mir immer unbegreiflich bleiben, warum manche Leute gerade darüber froh sind, dass sie sich _nicht_ erinnern können. (Außer Kohl, aber lassen wir das…)).

    Ich freue mich jedenfalls, dass ich mit meiner Einschätzung richtig lag und wenn Sie mal Zeit finden: über lange Kommentare zu diesem Thema freue ich mich auch. Vielleicht schreib ich demnächst auch mal mehr dazu. Bis dahin hoffe ich, dass Sie nicht als fassbindersches Futter Ihrer Arbeit enden 😉

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