Die Tröten

24. Februar 2008 at 23:00 (Spezifisch)

Dann stellten sich die Tröten in Reih und Glied auf und begannen das schaurige Spektakel. Ich bin hui, du bist pfui, wir sind Störche, ihr Grenouilles, was, wie, wer, wo, ach, am Arsch. So ging das, fort und fort, und fort, und die Tröten machten ganze Arbeit. Am Ende lag die kleine Mauer eilig errichteter Probleme in Trümmern und alle waren froh, dass sie zu den Guten gehörten. Dann begann der Tanz, und ein jeder verbarg seine Maske hinter der Maske, einer, die er aus den Bruchstücken des Zerrspiegels seines ich und bestem Knochenleim selbst gefertigt hatte.
Die Ansprache.

Lasst uns also, hier im Reigen,
innehalten und still schweigen
für die Leute, die verstorben.
Die sind tot. Allein, die Sorgen,
bah, die ließen sie uns hier
Also: spiel, Klavier! Und Bier,
lasst es rinnen, lasst es fließen,
lasst die Augen uns verschließen
Morgen ist ein schöner Tag
alles wird, wie sagt man, gut.
Wenn der liebe Herrgott mag –
er mag. Und wir sind frei von Schlud.

Kreisel, durch die Kraft ihrer Rotation aufrechterhalten, tanzten über das abgewetzte Parkett und langsam erstarben die Lichter im aufziehenden Dunkel. Die Tröten hatten gegnerlos gewonnen.

Was gut werden konnte, wurde gut. Der Rest ist bekannt.

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