Kurzmonolog zu trojanischen Dialogen

28. Oktober 2008 at 1:27 (Spezifisch)

(Romantische Reflektionen Ritter Redeflus des Dritten am leicht brackigen Karpfentümpel neben einem etwas verblühten Rosenstrauch, gerichtet an eine bei dieser Gelegenheit nicht anwesende und von ihm auch nicht näher benannte Dame):

Ist nicht Lüge die schönste Form die Wahrheit zu sagen? Weißt Du, dass ich lüge, dann kannst Du Dir nie sicher sein, dass ich hie und da eine kleine Wahrheit einschiebe. Kann ich nicht so manches sagen, was ich, unter dem Banner der Wahrheit, nie wagen würde auszusprechen? Du kannst Dir sicher sein, wenn Du Dich von mir gerade richtig schön verarscht fühlst hörst Du mehr Wahrheiten aus meinem Munde als sonst in Tagen. Du musst sie nur finden.

(Der an dieser Stelle einsetzende leichte Nieselregen bewog den Ritter den Ort zu verlassen, während unbemerkt einige Bütenblätter verwelkt vom Rosenstrauch taumelten).

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Dieses Tool

16. Oktober 2008 at 23:11 (Spezifisch, Unspezifisch)

Und dann hab ich da dieses Feature, das mich sehen lässt, wer mit welchen Suchbegriffen auf meinem Blog gelandet ist, keine Anhnung wie das tut, aber es zeigt mir diese absurden Sachen im Backend an, zum Beispiel dieses „angenommen, ich habe ein auto mit ski-da“, naja, klar, „ski-da“ ist nicht wirklich ein Wort und alles, aber wenn man mal drüber nachdenkt könnte es ja „Ski-Damenfahrersitz“ oder „Ski-Darlehensaufgeld“ heißen, vielleicht auch „Ski-Dachgepäckträger“… und hey, ja, das ist gut, das ist klasse, das macht mir das Leben leichter, so ein Auftakt, eine Steilvorlage, ein Hammer, klasse das. Ja, Ski-Dachgepäckträger, angenommen du hast den auf deinem Auto, wow, da geht was, das kribbelt, das wuschelt, das macht einen kirre, Ski-Dachgepäckträger ist wie Mobilsarg, wobei Dein Auto den gleichen Zweck erfüllt, aber jetzt kannst du eben auch abseits der einen Piste dich auf der anderen Piste am verschneiten Gras knabbernd aus dem Hier und Jetzt verpissen, super, aber es ist mehr als das, warte mal, das ist noch abgefahrener als jeder Zug, dein Auto, ein schnelles, das ist so retro und umweltfeindlich, Luftwiderstand und Spritverbrauch, und mit den Skiern durch den Kunstschnee, wahlweise Hänge zerfahren oder Lawinen auslösen, selbstlos destruktiv, genial, das muss einer erstmal geschrieben haben bevor man es überhaupt richtig denken kann, da bin ich platt.

Aber hey, es geht noch weiter, das war erst der Anfang, wer weiß, was da noch kommen sollte? Weiß ich denn was mein tolles Tool alles abgeschnitten hat hinter „ski-da“? Immerhin fing der Satz mit „angenommen…“ an, das ist die Bedingung, das Fuck-Constraint im Hirnkonstrukt, da kommt noch was danach, die richtig fette Frage, das ist schon fast die Halberkenntnis und jetzt schon der absolute Konditionalorgasmus. Derbe, nur was? Was zur durchgeknallten Ski-Darmentleerung ist so übelst, dass man dafür ein Auto mit Ski-Dachgepäckträger braucht, ist es illegal, ist es gefährlich, ist es unmoralisch, falsch, abstoßend, ist es total pervers? Kann denn, wer so weit ausholt, überhaupt etwas – selbst für Ski-Dauerkerteninhaber – gesellschaftlich auch nur ansatzweise Denkbares fragen wollen? Noch dazu im In-ter-net? Auf meinem Blog??

Ich hasse dieses Tool. Es macht mir Angst.

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Nicht-Sprecher

15. Oktober 2008 at 21:39 (Spezifisch)

Ein Nicht-Sprecher nicht-romanischer Sprachen ist, so es ihm zu sprechen gefällt, wohl ein Sprecher einer – oder gar mehrerer! – romanischer Sprachen. Schweigt er aber, wie viel gewaltiger ist er ein Nicht-Sprecher aller Sprachen! Wie viel Mühe, wie viel Qual und Anstrengung erspart er sich, alle Sprachen zu schweigen anstatt eine nur zu sprechen, und wie gering mag der Verlust dünken, den er durch den Verzicht auf das kleine bisschen Kommunikation erleidet…

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Facelift

13. Oktober 2008 at 21:10 (Spezifisch)

…es wurde längst mal Zeit für ein neues Template. Sorry dass ich es nicht selbst gestrickt habe…

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O ja,

13. Oktober 2008 at 20:58 (Spezifisch)

Ich gäb für Dich mein Leben
doch kann ich es nicht geben
Der Grund dafür ist der:
kaum dass ich nicht mehr wär’
so müsstest Du mit Recht und Fug
streng konstatieren: kaum genug,
er gab für Dich sein Leben
jetzt kann er nichts mehr geben.
Das wär’ pathetisch dumm nicht wahr?
Ich bleib der Deine immerdar.

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