Tee

13. März 2007 at 16:09 (Lieblinge, Spezifisch)

„Tee.“ – „Tee?“ – „Tee!“ – „Tut mir leid.“ – „Warum nicht? Gibt es denn auf diesem U-Boot nicht mal Tee?” – „Das ist gar kein U-Boot.“ – „Nein?“ – „Es ist ein Straßencafé Monsieur.“ Es nervt mich wie diese Aushilfskellnerin das ‚Monsieur’ hinwirft, als wären wir in Frankreich, außerdem hat sie den U-Boot-Witz nicht verstanden. Freiburg ist nicht Frankreich. Und ihr Akzent gefällt mir auch nicht. „Kommen sie aus Frankreich?“, frage ich und versuche meiner Stimme einen Unterton zwischen väterlicher Nachsicht und leichter Gereiztheit zu geben. Das habe ich jahrelang geübt. „Nein. Meine Eltern kommen aus Marokko. Möchten sie stattdessen vielleicht einen Kaffee?“ – „Sie sprechen aber sehr gut deutsch. Was machen sie denn in Deutschland, wenn man fragen darf?“ – „Ich bin Deutsche. Möchten sie nun einen Kaffee?“ – „Das wusste ich ja nicht“, sage ich etwas indigniert. „Studieren sie?“ – „Entschuldigen sie bitte.“

Sie lässt mich einfach sitzen und geht an den Nachbartisch, zu einem Student, bestimmt ihr Liebhaber oder so. Ich interessiere mich nicht für so halbe Kinder wie sie, sie könnte ja meine Tochter sein. Aber ein bisschen mehr Rücksicht darf man wohl verlangen. Außerdem hat sie immer noch nicht meine Bestellung aufgenommen und ich habe auch nicht den ganzen Tag Zeit, ein paar Kunden erwarten mich zur Wohnungsbesichtigung. Wahrscheinlich wieder naive Erstsemester in Begleitung ihrer Eltern. Solche, die jeden Preis bezahlen… „Was für Kaffee haben sie denn?“, unterbreche ich ihren Flirt mit dem jungen Mann, den ich von meinem Platz aus nicht sehen kann, weil ihr hübscher Rücken ihn verdeckt. Sie dreht sich zu mir um. „Kaffe, klein, groß, Café-au-Lait, Café Latte, und verschiedene Flavours, steht alles auf der Karte hier“, und sie tippt auf das laminierte Blatt im A3-Format vor mir auf dem Tisch. Ich nicke, schaue kurz auf die Karte und dann rufe ich ihr hinterher, denn sie ist schon am Gehen, „Hallo“, rufe ich, „da steht aber Tee!“ – „Tee ist aus“, ruft sie über ihre Schulter zurück und geht hinter den Tresen. Ein Pärchen drei Tische weiter blickt auf, wahrscheinlich haben die beiden nichts über das sie reden könnten und interessieren sich jetzt für anderer Leute Angelegenheiten. Ich ignoriere sie und rufe „Ist im Baileys-Aroma auch Alkohol drin oder heißt das nur so?“. Sie tut so als hätte sie mich nicht gehört und hantiert mit der Espressomaschine.

Wahrscheinlich studiert sie hier in Freiburg. Jobbt jetzt in den Semesterferien. Die würde nie zu meinen Kunden gehören. Jedenfalls nicht, solange sie noch keine Kinder hat. Erst studieren, Biologie, Philosophie oder so was, große Pläne haben und dann zack! Heiraten, Kinder, Hausfrau. Ist ja auch einfacher dann, nicht wahr. Ich staune nur immer, wie sehr sich die Menschen dabei verändern. „Von wo in Marokko kommen sie denn?“, rufe ich. Das Studentenpärchen dreht neugierig die Köpfe zur Aushilfskellnerin, und sie müssen sich ganz schön verrenken, denn sie sitzen am Tisch genau vorm Tresen. Eine Antwort bekomme ich immer noch nicht, aber als sie kurz darauf wieder hinter dem Tresen hervorkommt und in Richtung meines Tisches geht, klingelt mein Handy. „Ich hatte noch einen Termin“, beruhige ich die unsicher klingende Frau am anderen Ende der Leitung, während das Mädchen an meinem Tisch vorbeigeht. „Bin in zehn Minuten da“, sage ich, lege auf und verlasse das Café in dem es noch nicht einmal Tee gibt.

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Kätzchen und die Anarchie

9. März 2007 at 21:56 (Lieblinge, Spezifisch)

Sie hatte einen unvorteilhaften Nachnamen und einen nachteiligen Vornamen, sonst unterschieden sich die beiden Substantive nicht sehr voneinander. Ich nannte sie daher Kätzchen, das war zwar nicht kreativ aber trotzdem niedlich, und niedlich war das wunderhübsch unpassendste Wort im Zusammenhang mit ihr, wie sie da neben mir in der ausgehöhlten Ein-Zimmer-Küche-Bad-Wohnung am Fenster kauerte und lässig den Raketenwerfer schulterte. „Kätzchen“, sagte ich und sah ihr dabei zu wie sie durch die Visiereinrichtung einen Lastwagen verfolgte, der auf der anderen Seite des unbebauten Grundstückes gegenüber unseres Hauses vorbeifuhr und einen Fahrradfahrer anhupte. „Gestern waren wir noch bei Anna“, sagte sie. „Gestern hatten wir auch noch nicht so viele Kerben auf dem Fensterrahmen.“ – „Ein Dutzend Kerben mehr macht aus dem Menschen Anna also ein Kätzchen?“, fragte sie und sah mich an, den Raketenwerfer mitschwenkend. „Deinen Namen haben wir doch auch erst in Anna geändert“, erwiderte ich und schaute die beiden Geschosse an.

„Ich hasse es, wenn du mich Geschoss nennst“, sagte sie und ich beschloss, in Zukunft nicht mehr laut zu denken und Namensdiskussionen zu vermeiden. „Zeit für eine neue Kerbe“, lenkte ich ab, nahm mein Gewehr hoch und schaute durch das Zielfernrohr. Ich blickte in eine Gewehrmündung und drückte sofort ab, nicht einmal Zeit zum genauen Zielen oder um den Atem zu beruhigen nahm ich mir. Das war natürlich ein unschöner Schuss, doch immerhin zeigte die Mündung des Gewehrs nun nicht mehr auf mich und ich konnte beobachten wie in dem Haus auf der anderen Straßenseite hinter dem unbebauten Grundstück jemand die Hände an den Hals presste und einen taumelnden Tanz vollführte. „Kerbe?“, fragte Kätzchen und ich sagte: „Moment noch“. Als der andere schließlich umkippte nickte ich und hörte sie mit dem Küchenhackbeil die kleine Kerbe hacken. Dann legte sie Schubert auf.

„Haben wir eigentlich noch genug Munition?“, fragte ich sie. „Im Kühlschrank sind noch drei Schachteln Neunmillimeter und zwei Stinger“, antwortete sie. „Der C4 ist fast alle und Splitterhandgranaten haben wir gar keine mehr“, fuhr sie ihre Aufzählung fort. „Wann kommt denn der Händler?“, fragte ich erstaunt, denn es war schon Donnerstag und normalerweise hätte er längst dagewesen sein müssen. „Gar nicht mehr“, sagte sie, kam zum Fenster zurück und klopfte auf den Fensterrahmen. Ach ja, das hatte ich ganz vergessen. Kerbe zweiundvierzig von siebenundsechzig. Nein, achtundsechzig. Gut dass wir zählten. Unmöglich, sonst den Überblick zu behalten. Wofür gibt es Zahlen wenn nicht zum Zählen.

Ich warf mich zur Seite und der Feuerball füllte die halbe Wohnung aus, während die Rakete mit einem ziemlich lauten Zischen unser Leben verließ um ein anderes zu nehmen. Ich schimpfte gar nicht erst. Sie schoss immer so spontan, und wenn ich nicht aufpasste war das schließlich meine eigene Schuld. Ich nahm mein Gewehr zur Hand um nach Überlebenden zu suchen. „Was ist mit Schubert?“, fragte ich während ich zielte. „Gar nichts“, sagte sie, „seit dem neunzehnten November achtzehnhundertachtundzwanzig ist er tot. Liegt in Wien begraben. Man sagt die Syphilis hat ihn dahingerafft, was schon möglich ist, da er erst einunddreißig war, aber es kann auch der Typhus gewesen sein.“ – „Schön“, sagte ich und schoss, dann fuhr ich fort, „Ich meinte eigentlich, warum ist die Musik aus?“ – „Oh“, bemerkte sie, hackte dann eine weitere Kerbe in den Fensterrahmen und ging zum CD-Spieler. Der hakte fast immer wenn sie Raketen verschoss. Kurz darauf hörten wir wieder Franz.

„Wusstest du, dass er in seinem ganzen Leben nur ein einziges Konzert gegeben hat?“, fragte sie mich. „Interessant“, sagte ich und schoss erneut. Der brennende Autofahrer hörte auf zu schreien, brannte aber weiter. „Meinst du, der Krieg geht noch lange?“, fragte ich. „Er sah sich gerne als verkanntes Genie, sagt man. Auf jeden Fall war er bescheiden, oder scheu, das auf jeden Fall. Außerdem ist es kein Krieg.“ – „Mag sein, aber das hört sich doch sehr schön an und jeder weiß was gemeint ist. Ich habe nie auch nur ein Konzert gegeben.“ – „Ich denke es wird nicht so bald aufhören.“ – „Warum nicht?“ – „Hast du gesehen dass das Auto ein MG aufgepflanzt hatte?“ – „War das Konzert denn erfolgreich?“ – „Wie man es nimmt. Er verdiente einen Haufen Geld und Anerkennung damit.“ – „Alt ist er trotzdem nicht geworden.“ – „Es wird erst aufhören wenn alle tot sind“, sagte sie und hackte eine weitere, diesmal nur kleine Kerbe, nachdem ich einen Dackel mit der viel zu großkalibrigen Munition pulverisiert hatte. „Das glaube ich nicht“, wandte ich ein. „Wenn keiner mehr Lust aufs Schießen hat und wir keinen Schubert mehr hören können, dann wird es vielleicht aufhören.“ – „Wer redet denn immer vom Aufhören! So heilsam wie ein kleiner Krieg ist keine andere Erfindung der Menschen, selbst wenn es gar nicht Krieg genannt wird. Namen sind doch ohnehin ziemlich bedeutungslos.“ Ich nickte. Kätzchen.

Sie ging zum Kühlschrank und holte uns zwei Dosen Bier. „Zigaretten wären gut“, sagte ich und prostete ihr zu nachdem ich mein Gewehr an das Fenster gelehnt und mich selbst aus der potentiellen Schusslinie unserer Nachbarn von gegenüber gebracht hatte. „Lebt der Zigarettenhändler noch?“ – „Den hat doch vorige Tage die Tretmine erwischt“ – „Verdammt.“ – „Rauchen ist eh ungesund.“ – „Ich weiß, aber ich komme einfach nicht davon los.“ Plötzlich musste ich lachen. „Erinnerst du dich daran, dass sie bevor das alles losging auch noch das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten hatten?“ Sie nickte lächelnd. Heute geht da ohnehin keiner mehr hin. Es klopfte.

Erstaunt wandte ich den Kopf zur Tür, stand dann auf und als es noch einmal klopfte schoss ich mit meiner Halbautomatik auf Kopfhöhe durch das splitternde Holz. Dann öffnete ich. „Kennst du den?“, fragte Kätzchen mich über meine Schulter hinweg. Ich schüttelte den Kopf. „Was er wohl wollte?“ Sie bückte sich und durchsuchte den Toten, der, ohne etwas dagegen einzuwenden, still aus einem Loch im Kopf blutete. Dann richtete sie sich wieder auf und warf mir ein Päckchen Zigaretten zu. „Danke“, sagte ich während ich die Tür schloss, und nachdem ich eine Handvoll Blumenerde in die Löcher gestopft hatte steckte ich mir eine an. „Wie viele Kerben hatte Schubert wohl auf seinem Fensterrahmen?“, fragte ich und sie sah mich erstaunt an: „Die Frage ist absurd“.

Wir tranken still unser Bier und ich rauchte meine Zigarette zuende. Als ich gerade mein Gewehr wieder aufnehmen wollte hörten wir jemanden weinen. Natürlich vor unserer Tür. Seufzend zog ich meine Halbautomatik, rollte mich widerwillig durch das Zimmer und presste mich unlustig hockend mit dem Rücken an die Wand neben der Tür. Das Weinen wurde lauter und steigerte sich zu einem abgehackten Schluchzen. Ich riß die Tür auf, packte den Kragen des Mädchens, das davor kauerte und zog sie herein. Anna schloss die Tür. Das Mädchen war höchstens siebzehn und schaute mit großen, verheulten Augen in den Lauf der Pistole. Immerhin hatte sie aufgehört zu weinen. Also steckte ich die Pistole weg, half ihr auf die Beine und fragte sie, wie sie hieß. „Ana“, stotterte sie und ihre Augen nahmen immer noch ungefähr die Hälfte ihres Gesichts ein. „Na fein, noch eine Ana, auch wenn du nur ein ‚n’ hast. Du brauchst keine Angst zu haben, wir tun dir schon nichts. Warum hast du denn geweint?“ Sie brauchte etwas Zeit um zu antworten da sie wieder mit Weinen angefangen hatte, und es dauerte bis wir herausgefunden hatten, dass vor unserer Tür ihr Freund lag, der Vertreter für Feinstaubsauger und zwanzig Jahre älter als sie gewesen war. „Es tut mir aufrichtig leid“, sagte ich und Anna nickte, während Ana weiter weinte. „Aber es muss nun einmal sein, das gehört zum Krieg dazu, das verstehst du doch?“ Sie schüttelte den Kopf und weinte weiter. „Es war auf gar keinen Fall persönlich gemeint“, fügte Anna hinzu, die in solchen Dingen manchmal mehr Feingefühl als ich hatte. Dann gaben wir ihr ein Hustenbonbon und ließen sie laufen. Schubert sinfonierte vor sich hin und ich fragte Anna wie das Stück hieß. „Das ist das Streichquartett Nr. 14 in d-Moll, Der Tod und das Mädchen“, antwortete sie lächelnd bevor sie mich endlich erschoss.

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Leichtöl und Vitalirabi

2. März 2007 at 9:08 (Lieblinge, Spezifisch)

„Ich würde gerne eine Vitalirabisuppe mit Knötchen essen“, antworte ich trotzig, denn sie hat mir soeben eröffnet, dass sie auf keinen Fall mit mir in die Stadt kommen wird und ich suche nun Gründe dafür, sie doch zum Mitkommen zu bewegen, denn ohne sie gehe ich nicht. „Deine Grünzeugsuppe kannst du auch zuhause haben. Ich koche dir eine, wenn du willst.“ – „Aber wir haben keinen frischen Vitalirabi und deine Weizelknötchen mag ich nicht.“ – „Dann mach dir halt was anderes.“ Ich sehe sie wütend an, und ihr zitronig verzogenes Gesicht spiegelt wider, wie auch ich mich fühle. Immerhin haben wir etwas gemeinsam.

„Nein, meine Suppe mag ich nicht. Ich mag die vom Koftlerseppl, die ist gesund und lecker.“ – „Und teuer“, ergänzt sie. „Na und“, werfe ich trotzig hin, „ist doch mein Geld.“ – „Nicht, wenn du mir noch über dreihundert Pampelmusen schuldest.“ – „Nun mach doch den Gärtner nicht zum Mörder, ich habe es mir einfach schön vorgestellt mit dir ein bisschen durch die Frühlingsluft zu schlendern, vielleicht Schaufenster anzuschauen und dann eine paar schöne Vitalirabi suppen zu gehen. Was ist denn so schlimm daran?“ – „Nichts, nichts, außer dass ich keine Lust habe.“ Sie hat ihren hübschen Körper im Verlauf der Diskussion solange um die eigene Achse gedreht bis sie mit einem leisen ‚Klick’ im Trotz eingerastet ist, wo sie nun bleibt. Den Klemmhaken ihrer Stimmung aufzubrechen ist sinnlos, schlimmer: da würde etwas kaputt gehen, das weiß ich aus Erfahrung; es helfen nur ein gutes Leichtöl und viel Liebe und Feingefühl. Drei Dinge von denen ich in meiner momentanen Stimmung nur eines habe. Bevor ich mich mit meinem Gegentrotz in ihrem verhake, schalte ich also den Fernseher ein.

Klar erhelltes Plasma benebelt dunkelnd unsere Wohnung und ich höre leise hinter den halb geschlossenen Jalousien ein paar Vögel flattern und jemanden husten, bevor die Stimme einer Talkshowqueen in mein widerstrebendes Bewusstsein tröpfelt. Ich hasse Fernsehen. Sie liebt es. ‚Ich kann dabei abschalten’, hat sie immer gesagt. Ich kann es nicht. Im Gegenteil, entweder ich steigere mich wütend in meinen Hass auf all den Schwachsinn, der die Menschheit verblödet, hinein, oder ich hänge stundenlang auf der verzweifelten Suche nach einem Fünkchen Geist vor dem wabernden Plasma, nicht fähig ab-, nur fähig umzuschalten, geistig und irgendwann auch seelisch auf Sparflamme herabgeregelt. Nach etwa zwanzig Litern Leichtöl, während einer Werbepause, versuche ich leicht anzutesten ob sich das Häkchen gelockert hat:

„Hast du gehört, im Pandämonium spielt heute das Ödelheim Quartett“, werfe ich locker und unverbindlich auf den Wohnzimmertisch, nur ungefähr in ihre Richtung. „M-hm“, kommt es zurück. „Wie wärs, hast du Lust?“, schnipse ich betont unauffällig, ja, zufällig, ganz so als wäre es eine spontane Idee, in ihre Richtung. Ich weiß, dass sie Spontaneität mag. „Worauf?“ Verdammt. Die Pause war zu lang oder die Werbepause zu kurz. „Auf das Pandämonium“, sage ich, während ich die intensive Vorstellung mir durch die Hände gleitender, klatschnasser Bieberfelle habe. Nun ist mein Vorschlag nicht mehr spontan, jetzt ist er geplant. Und schlimmer noch: ‚Auf das’ hat sich bei weitem nicht so unverbindlich angehört wie ein ‚aufs’ geklungen hätte. „Nein“, sagt sie schlicht. „Hör zu“, sage ich während ich den Fernseher auf stumm schalte und nachdem ich tief Luft geholt habe. „Seit Wochen sind wir nicht mehr gemeinsam weg gewesen. Ich muss hier raus, mir fällt langsam die Decke auf den Kopf! Ich bitte dich, komm mit, du wirst sehen, es wird dir Spaß machen, und ich lade dich ein. Und keine Angst, das Geld bekommst du auch zurück, gleich am Ersten, wenn ich die neuen Motten bekomme. Was sagst du?“ Sie sagt gar nichts sondern starrt unbewegt auf das stumme, flimmernde Fernsehbild. Ich vergrabe das Gesicht in den Händen. Was ist nur los? Als ich eine Sekunde später den Kopf wieder hebe ist sie verschwunden. Ich schalte den Ton wieder ein. Vielleicht kommt sie zurück. Seit Wochen geht mir das nun schon so, seit genau zweiundvierzig Tagen, seit sie mich verlassen hat.

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