Würdische Kritigung

20. Juni 2010 at 14:25 (Unspezifisch)

Nach einer ausgesprochen langen Nachbesprechung stehen die Kernthesen der gestrigen Kulturveranstaltung weniger fest denn je. Gelernt habe ich, dass Twitter eine selbständig lebensfähige Onlinespezies zu sein scheint, die im realen Leben für lustige Effekte gut sein kann, dass die deutsche Bahn unzuverlässig ist, wenn es um ihre Unzuverlässigkeit geht, dass ein iPhone zwar Scheiße aber sehr praktisch ist, dass man von einer Wiiiiii Muskelkater bekommt obwohl man bloß Löcher in die Luft schlägt, glücklicherweise ohne dabei mitzubekommen wie bescheuert das aussieht (man starrt ja gebannt auf die Pixelpracht), dass Elfriede immer dann unzuverlässig wird, wenn man Extrawünsche hat (nein, ich wollte nicht in die Offenbacher Fußgängerzone), dass… moment mal, das hat jetzt aber irgendwie… war da nicht noch was anderes?

Ach so, ja. Wir hatten eine Lesung, wir, das heißt Phil hatte die vorgestern dann heimlich auch mal bei mir angekündigte Lesung mit Murmeltier, Silenttiffy und dem Geschichtenerzähler Herrn Litteratur organisiert (ich durfte auch mal zittrig ins Mikro nuscheln) und das ganze am so malerischen wie parkplatzarmen Gelnhausener Untermarkt, in einer Weinstube, die man, sollte man sich in dieses südhessische Nest per Zufall, Autopanne oder Flugzeugabsturz einmal verirren, unbedingt mit einem Besuch würdigen sollte, denn da ist es so nett wie freundlich gemütlich (sofern die Fenster bei diesem Pseudosommer geschlossen bleiben). Also ein von mir hiermit offiziell gefavter absoluter Insider-TopSecret-Spezial-Geheimtipp. Besonders natürlich wenn da Lesung ist. Oder Livemusik. Oder so. (Ich verlinke die zwar, weiß aber nicht ob ich ihnen einen Gefallen damit tu. In meinem Opera sieht die HP jedenfalls nach einem ziemlichen HTML Unfall aus…)

Also kurz und knapp: alles gut. So solls sein 🙂 Danke Phil, Silenttiffy, Litteratur, Vinum und Publikum.

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Lesung

17. Juni 2010 at 23:45 (Unspezifisch)


Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Phil vom Murmeltiertag hat mal wieder eine seiner legendären Bloglesungen an den Start gebracht. Und ich freu mich jetzt schon auf interessante Texte von mal mindestens genauso interessanten Menschen!

Gelnhausen ist auch so schön mittig in der Republik gelegen, da muss man einfach hin. Es ist sogar ein Überraschungsgast angekündigt. Ist bestimmt einer von denen, die ein so ungepflegtes wie unbesuchtes Exotenblog haben und damit die Veranstaltung nach unten hin abrunden. Schlau, der Phil!

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reMIND – reCOMMENDATION

29. März 2010 at 21:46 (English, Unspezifisch)

reMIND

reMIND Graphic Novel


Out there… (you know, for some reason English speaking people, probably especially American people tend to speak about something „out there“, at least that´s what they do in the movies all the time until it becomes a ridiculus phrase, but whatever, I start my article with it anyway), so…
out there, there´s much to discover on the internet if you know where to look.

I trust my small German speaking readers community to be well capable of handling English generally, and moreover, to potentially be interested in the worlds that unfold when one throws oneself into a story that´s not only told in ordinary plain words but in pictures – in colored drawings, each a small artwok. Call it comic, but depending on the intensity it potentially holds it it might nonetheless be a very inspiring novel in words and pictures. Beautiful pictures, in this case, though somewhat distinct in their ways. Whatever. I love the world behind ‚reMIND‘ although not much is published yet. Maybe it´ll just become a false expectation later on, but right now it´s fascinating and I’m happy to recommend the artwork and the artists blog.

Enjoy!

http://www.remindblog.com/
The story starts here: http://www.remindblog.com/2009/11/03/remind-spread-1/

Actually this guy´s just starting off and desperately seeking support and funding, so if anyone has some good ideas and/or knowledge concerning publishing (especially from a non-US point of experience), I´m sure he´d be more than happy to hear about it, so leave him a comment.

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Jam

10. März 2009 at 22:45 (Unspezifisch)

Nettes Fundstück

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Das Pfeifen des Hohlbeinmantelgeschosses neben dem Ohr

18. Februar 2009 at 21:39 (Unspezifisch)

Oh, ich habe unerwartet einen dritten Platz belegt. Welch Freude. Und dann auch noch der Dritte, das ist deutlich besser als der Erste, denn dort hätte ich ein vom Autor selbst gelesenes Hohlbein Hörbuch gewinnen müssen. Na, ist ja nochmal gut gegangen.

Danke an Herrn Lott für den erheiternden Wettbewerb 🙂

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Süß

11. Februar 2009 at 21:04 (Unspezifisch)

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Lesen! Lesen!

5. Februar 2009 at 0:09 (Unspezifisch)

Dieses Mannes Buch gehörte mal zu den Bestsellern, aber für den, der wie ich zu der Zeit, als es geschrieben – und gelesen – und sogar verfilmt – wurde, noch nicht mal als Joghurt im Kühlregal stand, ist es eine Neuentdeckung der besonderen Güte, und ab heute steht das Buch dessen, der Sätze wie: „Sie trägt einen Rock, den kann man nicht beschreiben, denn schon ein einziges Wort wäre zu lang“ zu Papier und Magnetband gebracht hat, auf meiner Bücher-die-ich-demnächst-unbedingt-kaufen-muss-Liste: Reiner Kunze, Die wunderbaren Jahre.

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Hören! Lesen!

2. Februar 2009 at 20:33 (Unspezifisch)

In Sachen Mann im Mond – köstlich! Wenn ich eine Blogroll hätte, würde ich Jan-Uwe Fitz ganz oben drauf setzen. Habe leider keine. Schade.

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Dieses Tool

16. Oktober 2008 at 23:11 (Spezifisch, Unspezifisch)

Und dann hab ich da dieses Feature, das mich sehen lässt, wer mit welchen Suchbegriffen auf meinem Blog gelandet ist, keine Anhnung wie das tut, aber es zeigt mir diese absurden Sachen im Backend an, zum Beispiel dieses „angenommen, ich habe ein auto mit ski-da“, naja, klar, „ski-da“ ist nicht wirklich ein Wort und alles, aber wenn man mal drüber nachdenkt könnte es ja „Ski-Damenfahrersitz“ oder „Ski-Darlehensaufgeld“ heißen, vielleicht auch „Ski-Dachgepäckträger“… und hey, ja, das ist gut, das ist klasse, das macht mir das Leben leichter, so ein Auftakt, eine Steilvorlage, ein Hammer, klasse das. Ja, Ski-Dachgepäckträger, angenommen du hast den auf deinem Auto, wow, da geht was, das kribbelt, das wuschelt, das macht einen kirre, Ski-Dachgepäckträger ist wie Mobilsarg, wobei Dein Auto den gleichen Zweck erfüllt, aber jetzt kannst du eben auch abseits der einen Piste dich auf der anderen Piste am verschneiten Gras knabbernd aus dem Hier und Jetzt verpissen, super, aber es ist mehr als das, warte mal, das ist noch abgefahrener als jeder Zug, dein Auto, ein schnelles, das ist so retro und umweltfeindlich, Luftwiderstand und Spritverbrauch, und mit den Skiern durch den Kunstschnee, wahlweise Hänge zerfahren oder Lawinen auslösen, selbstlos destruktiv, genial, das muss einer erstmal geschrieben haben bevor man es überhaupt richtig denken kann, da bin ich platt.

Aber hey, es geht noch weiter, das war erst der Anfang, wer weiß, was da noch kommen sollte? Weiß ich denn was mein tolles Tool alles abgeschnitten hat hinter „ski-da“? Immerhin fing der Satz mit „angenommen…“ an, das ist die Bedingung, das Fuck-Constraint im Hirnkonstrukt, da kommt noch was danach, die richtig fette Frage, das ist schon fast die Halberkenntnis und jetzt schon der absolute Konditionalorgasmus. Derbe, nur was? Was zur durchgeknallten Ski-Darmentleerung ist so übelst, dass man dafür ein Auto mit Ski-Dachgepäckträger braucht, ist es illegal, ist es gefährlich, ist es unmoralisch, falsch, abstoßend, ist es total pervers? Kann denn, wer so weit ausholt, überhaupt etwas – selbst für Ski-Dauerkerteninhaber – gesellschaftlich auch nur ansatzweise Denkbares fragen wollen? Noch dazu im In-ter-net? Auf meinem Blog??

Ich hasse dieses Tool. Es macht mir Angst.

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Alles Scheiße

25. Juni 2008 at 0:21 (Spezifisch, Unspezifisch)

Sehr geehrter Suchender. Sie haben in der Suchmaschine Ihrer Wahl die Suchworte „Alles Scheiße“ eingegeben und sind damit hier gelandet. Nun wäre das an sich nichts Besonderes, denn in einem meiner Einträge kommen genau diese Worte vor, einem kleinen Gedicht, um genau zu sein, aber das wissen Sie sicher schon. Bemerkenswert hingegen ist die Tatsache, dass ich, egal wie unbesucht meine kleine Internetpräsenz vor sich hinexistiert, sicher sein kann, dass mindestens einmal am Tag jemand genau diese Worte benutzt um sich hierher zu verirren.

Sicherlich könnte dies ein besonders umständlicher Zeitgenosse sein, der seinerzeit die Suchergebnisse gebookmarkt hat und nun täglich die „Alles Scheiße“-Tour durchs Web macht, oder sich gar auf diese, sicherlich nicht ganz unumständliche Weise ausgerechnet mein Blog gemerkt hat. Es könnte dagegen auch sein, dass die Zahl der Menschen, die so wie Sie „alles Scheiße“ finden und nach einer Bestätigung – mithin einer Negierung – das Netz durchstreifen, ziemlich groß ist.

Wer, der ernsthaft alles Scheiße findet, sucht denn bitteschön im Netz ausgerechnet danach? Heißt Suchen nicht auch Hoffen? Wer noch hofft, der ist noch nicht verzweifelt genug. So schlimm kann es also gar nicht sein. Sie suchen eine Bestätigung. Bittesehr. Alles ist Scheiße. Jetzt können Sie das abhaken.

Beängstigend finde ich es, wie viele Leute offensichtlich ihren Frust in einer Suchmaschine artikulieren – und das in den immer selben Worten. Sie, lieber Suchender, dürfen sich gerne als von Gleichgesinnten umgeben sehen. Sie sind ein Partikel der Statistik. Ein Tropfen im Planschbecken der Enttäuschten. Das ist nicht schlimm, solange Sie daraus nicht den Schluß ziehen, dass eben alles Scheiße ist.

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